Gerade das Wochenende bietet sich für mich an, längere Läufe zu machen.  Ich überlege mir meistens einen Abend vorher, wann und wo ich laufe. Sehr häufig gehe ich gleich morgens los und bin daher abends so dermaßen motiviert, dass ich es gar nicht mehr abwarten kann. Nun dann, der nächste Morgen ist da, ich mache die Augen auf, schaue auf die Uhr und denke, so langsam könnte ich dann mal aufstehen. Da muss ich bereits schon die erste Hürde nehmen, ich muss mein gemütliches und warmes Bett verlassen. OK, das ist nach einer kurzen Überlegung dann häufig recht fix erledigt. Nun folgt der erste Blick aufs Thermometer und aus dem Fenster. Minus 1 Grad und diesiges, ungemütliches Wetter! Was nun? Wieder zu Bett gehen oder doch in die Laufklamotten steigen? Die Antwort ist doch klar, ich steige natürlich in die Laufklamotten.


3K Protein 750x300

Es ist früh und es ist kalt. Dennoch bin ich motiviert zu joggen

In diesem Beitrag soll es um Motivation gehen. Warum und vor allem wie ich es immer wieder schaffe mich aufzuraffen, bei nahezu Wind und Wetter Joggen zu gehen. Denn mal ganz ehrlich, häufig hat so ein Lauf doch schon mal was mit Quälerei zu tun. Denn wie gut oder gar schlecht ein Lauf verläuft, hat mit ganz vielen Faktoren zu tun. Wie habe ich geschlafen, was habe ich gegessen, in welcher physischen und psychischen Verfassung befinde ich mich und vieles mehr.

Ich kann mich noch gut an meinen allerersten Lauf erinnern. Wann der genau war, weiß ich leider nicht mehr (muss im Frühjahr 2014 gewesen sein), aber wie lang der war und was ich danach gedacht habe, weiß ich noch sehr wohl. Ich war der Meinung, mir ausreichend Kondition antrainiert zu haben. Für alle die meine Blogbeiträge über den Beginn meiner Sport- und Laufanfänge nicht gelesen haben, ich bin lange Zeit auf dem Crosstrainer unterwegs gewesen. Daher dachte ich wie gesagt, ausreichend Kondition fürs Joggen aufgebaut zu haben. Aber ich musste, im wahrsten Sinne des Wortes, schmerzlich erfahren, dass ich im Bezug aufs Joggen nahezu bei “Null” anfangen würde. Ich kaufte mir damals mein erstes Paar Laufschuhe und schon ging es auf die erste Runde. Eine richtige Runde war es an sich gar nicht. Ich bin einen Feldweg runter- und wieder hochgelaufen. Insgesamt waren es ganze 2 km. Leute, ich war fix und fertig. Ich weiß nicht wie hoch mein Puls war, aber der war sehr hoch! Knallroter Kopf, Schmerzen in den Beinen und da ein neues Paar Laufschuhe ja auch erst mal eingelaufen werden müssen, taten mir auch die Füße weh. Also was war mein erster Gedanke, nachdem ich zuhause ankam. Schuhe aus, weg damit und nie wieder Joggen! Aber mal ehrlich, war das der richtige Weg, einfach aufzugeben? Nur weil es nicht so lief, wie ich es mir vorher gedacht und zurechtgelegt habe? Nein, dass war in keinster Weise der richtige Weg. Erstmal hat ja niemand gesagt, dass es einfach werden würde und außerdem bin ich jemand, der niemals aufgibt, auch nicht, wenn es nicht so läuft wie geplant.

Ich machte also weiter und weiter. Es lief immer besser, die Distanzen wurden größer und größer. Irgendwann kam ich an den Punkt, nicht einfach nur laufen zu wollen, nein ich wollte mich auch mit der Theorie des Laufens beschäftigen. Wie werde ich schneller? Wie schaffe ich es noch größere Distanzen zu laufen? Wie ernähre ich mich besser und vor allem richtig? Wie funktioniert das mit der Regeneration? In diesen Fragen steckt eine ganze Menge mehr, als nur das was du hier liest. In diesen Fragen stecken “Ziele”! Und da kommen ich auch schon zum Thema Motivation. Ein Mensch braucht Ziele! Ohne Ziele, keine Motivation! Warum sollte ich also morgens früh aufstehen und trotz Kälte, vielleicht noch Regen und Sturm, Joggen zu gehen? Ich könnte doch auch im Bett bleiben, irgendwann entspannt aufstehen und lecker frühstücken und um es abzukürzen, einfach so in den Tag hinein leben. Ich gebe zu, der Gedanke ist nicht unbedingt der schlechteste, zumal auch ich das so sicher hin und wieder mal mache, aber mein Ziel und das möchte ich an dieser Stelle noch betonen, bezieht sich in diesem Beitrag ausschließlich nur aufs Joggen, ist doch ein ganz anderes. Ich will etwas für mich, für meine Gesundheit und mein Wohlbefinden tun. Wer Sport treibt, erhöht die Menge an Serotonin und anderen Botenstoffen wie DopaminAdrenalin und Noradrenalin. Diese werden oft auch als „Glücks”-Hormone bezeichnet und sollen für die bessere Stimmung verantwortlich sein. Zum Beispiel bewirkt das Joggen ganz oft, dass bestehende Probleme nach einem Lauf nicht mehr so negativ gesehen werden, obwohl sich objektiv nichts an der eigentlichen Situation geändert hat. Oder, was auch häufig der Fall ist, man kommt plötzlich auf neue Ideen. Kurz gesagt, das Joggen an der frischen Luft, pustet einem das Hirn frei!

Ich habe mal folgendes gelesen und gerade über den letzten Satz sollte jeder nachdenken:

Wie herzkräftigend Dauerlaufen ist, mag ein Beispiel zeigen:

Eine Mutter von drei Kindern litt ständig an Herzproblemen. Deshalb vermied die Frau über Jahre hinweg jede körperliche Anstrengung, bis eines Tages ein Sportarzt der Frau riet, regelmäßig zu laufen. Besorgt, sie könnte ihrem kranken Herzen schaden, lief die Frau zunächst nur kurze Strecken, merkte aber bald, daß das Laufen ihr nicht nur nicht schadete, sondern sogar gut bekam. Dadurch ermutigt, steigerte sie langsam die Laufdauer. Wohlgemerkt: nicht als Leistungssport, sondern ausschließlich als Langlauf.

Einzelfall? Mitnichten. Wenn schon der Kranke durch Dauerlaufen offenbar gesund wird, um wieviel mehr kann der Gesunde dadurch verhindern, krank (z. B. am Herzen) zu werden.

Quelle: http://www.paracelsus-magazin.de/alle-ausgaben/26-paracelsus-51997/69-die-vorteile-des-joggens-aus-medizinisch-naturheilkundlicher-sicht.html

Herren Kollektion Leaderboard

Ich selbst bezeichne mich mittlerweile schon als Laufsüchtig. Hört sich im ersten Moment vielleicht schlimm an, aber das ist es nicht. Ich will damit nur sagen, dass mir nach ein paar Tagen Pause immer etwas fehlt und das ist das Joggen. Ich glaube um das zu verstehen, muss man selbst an diesen Punkt gekommen sein, andernfalls habe ich es schon erlebt, dass man mir einen Vogel gezeigt hat. Ich gebe ja zu, es kommt auch schon mal vor, dass ich irgendwie gar keine Lust zum Joggen habe, vielleicht weil der Tag insgesamt anstrengend war, es zu kalt oder zu warm ist, oder was auch immer. Aber dann kommen die Ziele wieder ins Spiel. Wie war das noch? Ich will doch schneller werden und vielleicht auch eine größere Distanz laufen. Es steht ein Wettkampf an, in dem ich meine Zeit aus dem Vorjahr verbessern möchte. Und ich sage dir, hast du erstmal ein Ziel verinnerlicht und führst dir dieses immer wieder vor Augen – du wirst dich manchmal fragen, wie du in deine Laufschuhe gekommen bist, denn das geht dann von fast ganz alleine.

Vielleicht wird sich der ein oder andere Fragen, warum ich diese Zeilen hier schreibe. Das ist ganz einfach. Ich habe am eigenem Leib erfahren, wie es sich anfühlt, plötzlich kaum noch motiviert zu sein. Sein Leben neu zu ordnen und niemals die Lust zu verlieren, neue Kraft zu tanken. 2004 habe ich bei einem schweren Motorradunfall meinen linken Arm verloren, ich will nicht sagen das dadurch eine Welt für mich zusammengebrochen ist, aber es war teilweise nicht einfach. Ich musste Medikamente gegen den Phantomschmerz nehmen, die es in sich hatten. Ich habe lernen müssen mit nur einem Arm zu leben und nicht zu letzt war ich auch noch recht jung, so dass ich praktisch mein ganzes Leben noch vor mir hatte. Und wie man sieht, mir geht es gut. Ich bin gesund, ich bin fit und freue mich jeden Tag darauf, was mir doch noch so tolles passieren wird. Think positive! Ich wünsche es niemanden, einen Schicksalsschlag zu erleiden, dennoch kann ich von mir sagen, ich habe es geschafft damit umzugehen und astrein damit zu leben. Ich habe einen Sport für mich gefunden, den ich praktisch überall machen kann und nahezu nichts kostet. Der meine Gesundheit um ein Vielfaches verbessert hat und durch den ich über 50 kg abgenommen habe. Also, solltest du jetzt noch zögern in die Sportschuhe zu steigen, um eine erste kleine Runde draußen an der frischen Luft zu drehen, dann schreibe mir, denn mir fällt bestimmt noch mehr ein um auch dich zu motivieren, Joggen zu gehen!